Palworld Server Ressourcen schlank halten: 7 Stellschrauben
Von Benjamin D. · PDG
· 5 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis
Palworld Server Ressourcen hängen vor allem von drei Faktoren ab: der Spielerzahl, der Weltgröße und den aktivierten Einstellungen in der PalWorldSettings.ini. Wer diese drei Stellhebel kennt, kann RAM-Last, CPU-Spitzen und das Wachstum der Weltdaten gezielt senken, ohne spürbar auf Komfort zu verzichten.
Palworld Server Ressourcen: Was RAM, CPU und Speicher wirklich beanspruchen
Der größte Treiber für RAM ist nicht die Anzahl der Spieler allein, sondern die Summe aller aktiven Pals. Jeder wilde Pal in der Nähe, jeder Basis-Pal und jedes Reittier wird laufend berechnet, auch wenn kein Mensch zuschaut. Je mehr Basen gleichzeitig laufen, desto mehr KI-Routinen muss die CPU gleichzeitig ausführen.
Die Weltgröße wirkt sich vor allem auf geladene Chunks und damit auf Arbeitsspeicher aus. Eine Gruppe, die weit auseinander baut, zwingt den Server, deutlich mehr Terrain gleichzeitig im Speicher zu halten als eine Gruppe, die eng zusammenbleibt.
| Spieleranzahl | RAM-Richtwert | Typische Ursache |
|---|---|---|
| 1 bis 2 | 6 bis 8 GB | eine Basis, wenig KI-Last |
| 4 bis 8 | 10 bis 16 GB | mehrere Basen, viele aktive Pals |
| 8 bis 16 | 16 bis 24 GB | hohe Pal-Dichte, viele geladene Chunks |
Wer einen Palworld Server für eine größere Gruppe plant und nicht jede Einstellung einzeln durchrechnen will, findet unter Palworld Server mieten Hardware mit Ryzen 9 7950X3D und DDR5 ECC RAM, die auch bei vollem Basis-Ausbau noch Reserven lässt.
Spieleranzahl und Weltgröße als größte Treiber
Spielerzahl und aktive Pals
Jeder zusätzliche Spieler bringt im Schnitt eine eigene Basis mit mehreren Arbeits-Pals mit. Bei acht Spielern mit je drei bis vier Basis-Pals sind schnell über zwanzig zusätzliche KI-Einheiten aktiv, die alle Pfade berechnen und Aufgaben zuteilen. Das belastet vor allem die CPU, weniger den reinen RAM.
Weltgröße und geladene Chunks
Verteilte Basen zwingen den Server, mehrere weit entfernte Regionen gleichzeitig zu simulieren. Eine kompakte Siedlung mit allen Basen in Sichtweite spart dagegen messbar Arbeitsspeicher, weil weniger Chunks parallel aktiv bleiben müssen. Für kleinere Gruppen lohnt sich daher eine bewusst enge Bauweise.
Die 7 Stellschrauben in der PalWorldSettings.ini
Die folgenden sieben Werte in der PalWorldSettings.ini haben den größten direkten Einfluss auf RAM, CPU-Last und die Größe der Weltdaten. Alle liegen im Abschnitt [/Script/Pal.PalGameWorldSettings].
Spieler- und Basisgrenzen
| Einstellung | Wirkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| ServerPlayerMaxNum | deckelt die maximale Spielerzahl und damit die Obergrenze für RAM | an die reale Gruppengröße anpassen, nicht höher |
| BaseCampMaxNumInGuild | begrenzt Basen pro Gilde, jede Basis kostet eigene KI-Zyklen | je nach Gruppengröße auf 2 bis 4 setzen |
| BaseCampWorkerMaxNum | begrenzt Arbeits-Pals pro Basis, der größte CPU-Treiber überhaupt | statt Standardwert lieber 10 bis 15 testen |
Item- und Pal-Dichte
| Einstellung | Wirkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| PalSpawnNumRate | steuert die Dichte wilder Pals in der Welt | unter 1.0 senken, wenn CPU-Last zu hoch ist |
| DropItemMaxNum | begrenzt liegen gelassene Items, jedes zählt als eigenes Objekt | auf einen niedrigeren Wert als den Standard setzen |
| DropItemAliveMaxHours | steuert, wie lange liegende Items im Speicher bleiben | kurz halten, damit alte Items schneller entfernt werden |
Speicher- und Save-Verhalten
Die siebte Stellschraube ist AutoSaveSpan, die über CPU-Spitzen und das Wachstum der Save-Datei entscheidet. Sie wird im nächsten Kapitel separat behandelt, weil sie eng mit Autosave-Verhalten zusammenhängt.
Autosave-Intervalle und CPU-Lastspitzen steuern
Jeder Autosave schreibt den kompletten Weltzustand auf die Platte. Bei vielen Basen und Pals erzeugt das eine kurze, aber spürbare CPU-Spitze, in der Spieler Ruckler bemerken können. Ein zu kurzes Intervall summiert diese Spitzen über die Spielzeit, ein zu langes riskiert Datenverlust bei einem Absturz.
[/Script/Pal.PalGameWorldSettings]
AutoSaveSpan=30.000000
ServerPlayerMaxNum=8
BaseCampWorkerMaxNum=12
BaseCampMaxNumInGuild=3
Für kleine bis mittlere Gruppen hat sich ein Intervall zwischen 20 und 30 Minuten als praktikabler Mittelweg bewährt. Nach einer Änderung an der PalWorldSettings.ini muss der Prozess neu gestartet werden, damit die Werte greifen.
systemctl restart palworld
systemctl status palworld
Weltdaten und Speicherplatz schlank halten
Die Weltspeicherdatei wächst mit jeder neuen Basis, jedem Container und jedem liegen gelassenen Item dauerhaft, auch wenn Spieler offline sind. Wer DropItemMaxNum und DropItemAliveMaxHours niedrig hält, bremst dieses Wachstum spürbar, weil weniger Objekte dauerhaft gespeichert werden.
Regelmäßige Kontrolle des Speicherverbrauchs hilft, Probleme früh zu erkennen, bevor der Datenträger voll läuft.
du -sh /path/to/Pal/Saved/SaveGames
df -h
Automatische Sicherungen über Pterodactyl VPS laufen unabhängig vom Autosave-Intervall und sollten regelmäßig geprüft werden, damit alte Backups nicht unnötig Platz belegen.
Monitoring und Wartung im laufenden Betrieb
Ein kurzer Blick auf die Prozessauslastung zeigt schnell, ob eine Einstellung zu großzügig gewählt wurde. Steigt die CPU-Last dauerhaft über ein akzeptables Niveau, lohnt es sich, zuerst BaseCampWorkerMaxNum und PalSpawnNumRate zu senken, bevor an anderen Werten geschraubt wird.
htop
journalctl -u palworld -f
Ein geplanter Neustart in ruhigen Stunden räumt Arbeitsspeicher auf, der sich über lange Laufzeiten ansammelt. Auf Alle unsere Gameserver lässt sich ein solcher Neustart über das Panel planen, ohne manuell per Konsole eingreifen zu müssen.
Fazit
Wer RAM und CPU bei Palworld schonen will, senkt zuerst BaseCampWorkerMaxNum und PalSpawnNumRate, danach das Autosave-Intervall. Diese Reihenfolge bringt die größte Entlastung bei geringstem Komfortverlust. Wer stattdessen nur die Spielerzahl begrenzt, löst das eigentliche Problem nicht, denn die Pal-Dichte bleibt der größte Lastfaktor.
FAQ
Warum wächst die Palworld Weltspeicherdatei auch ohne neue Spieler?
Wilde Pals, Pflanzen und automatisch generierte Objekte werden fortlaufend gespeichert, selbst wenn niemand online ist. Auch liegen gelassene Items und ungenutzte Basen bleiben in der Save-Datei bestehen, bis sie durch Einstellungen wie DropItemAliveMaxHours automatisch entfernt werden. Ohne solche Begrenzungen wächst die Datei über die Zeit stetig weiter.
Hilft ein Neustart gegen steigende RAM-Last bei Palworld?
Ein Neustart leert den Arbeitsspeicher und entfernt temporäre Objekte, die sich über eine lange Laufzeit ansammeln. Er behebt jedoch nicht die eigentliche Ursache, wenn zu viele Basen oder Pals aktiv sind. Ein regelmäßiger geplanter Neustart in Kombination mit angepassten Einstellungen bringt die nachhaltigste Entlastung.
Welche Rolle spielt die Tick-Rate bei der Palworld-Performance?
Die Tick-Rate bestimmt, wie oft Pfadfindung, Kämpfe und Basis-Logik pro Sekunde neu berechnet werden. Bei vielen aktiven Pals und Basen steigt die Rechenlast pro Tick, was sich in Rucklern bemerkbar macht. Eine geringere Pal-Dichte und weniger gleichzeitig aktive Basen entlasten die Tick-Berechnung direkt und spürbar.


