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Palworld Server Performance: 6 Faktoren im Detail

Von Benjamin D. · PDG

· 5 Min. Lesezeit

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Inhaltsverzeichnis

Die Palworld Server Performance hängt vor allem von fünf technischen Stellschrauben ab: Arbeitsspeicher pro Spieler, Single-Core-Takt der CPU, Weltgröße, Anzahl aktiver Pals und die Werte in der PalWorldSettings.ini. Wer diese Faktoren kennt, kann Ruckler, Abstürze und Desyncs gezielt beheben, statt wahllos Hardware aufzurüsten oder Einstellungen zu raten.

RAM-Bedarf: Der größte Hebel für die Palworld Server Performance

Palworld speichert jede Base, jeden Pal und jedes platzierte Objekt dauerhaft im Arbeitsspeicher. Je mehr Spieler gleichzeitig online sind, desto mehr Basen, Lager und Kreaturen muss der Server im Speicher vorhalten. Ein zu knapp bemessener RAM führt zu Swapping, steigenden Ladezeiten und im schlimmsten Fall zu Abstürzen beim Weltspeichern.

SpieleranzahlEmpfohlener RAM
1 bis 5 Spieler6 bis 8 GB
10 Spieler12 bis 16 GB
20 Spieler16 bis 24 GB
32 Spieler (Vanilla-Maximum)24 bis 32 GB

Diese Werte gelten für unmodifizierte Welten mit Standardeinstellungen. Mods, hohe Pal-Spawnraten oder große Gilden-Basen erhöhen den Bedarf spürbar. Plane lieber einen Puffer von mehreren Gigabyte ein, statt die Grenze exakt zu treffen.

Wer sich einen eigenen Bereich für Freunde oder eine kleine Community aufbauen will, findet die passende Hardwarekonfiguration auf der Seite Palworld Server mieten, inklusive DDR5-Arbeitsspeicher mit ECC-Schutz.



Single-Core-Leistung der CPU: Warum Taktrate wichtiger ist als Kernanzahl

Palworld nutzt wie viele Unreal-Engine-Titel vor allem einen einzelnen Haupt-Thread für die Spiellogik: Pal-Verhalten, Physik und Weltsimulation laufen größtenteils auf einem Kern. Mehr CPU-Kerne bringen daher weniger als ein hoher Single-Core-Takt. Eine CPU mit 16 Kernen bei niedrigem Takt performt schlechter als eine CPU mit weniger Kernen, aber hohem Boost-Takt.

Prozessoren der Ryzen-9-Reihe mit hohem Boost-Takt eignen sich deshalb besonders gut, weil der entscheidende Thread immer genügend Taktreserve hat. Bei niedrig taktenden Server-CPUs mit vielen schwachen Kernen zeigt sich das Problem meist erst ab 15 bis 20 gleichzeitig aktiven Spielern, wenn die Tick-Rate spürbar einbricht.

Symptome einer zu schwachen Single-Core-Leistung

  • Verzögerte Reaktion beim Angreifen oder Fangen von Pals
  • Rubberbanding bei Bewegung trotz guter Netzwerkverbindung
  • Lange Ladezeiten beim Betreten einer Base mit vielen Pals


Weltgröße und Speicherbedarf auf NVMe-Storage

Die Palworld-Weltdatei wächst mit jeder erkundeten Zone, jeder gebauten Base und jedem abgelegten Gegenstand. Auf einer klassischen Festplatte dauert das automatische Weltspeichern bei größeren Welten mehrere Sekunden, in denen der Server kurz einfriert. Auf NVMe-Speicher läuft dieser Vorgang deutlich schneller ab und fällt im Spiel kaum auf.

Gerade bei aktivierter automatischer Speicherung in kurzen Intervallen lohnt sich schneller Flash-Speicher, weil die Schreibvorgänge häufiger auftreten. Eine regelmäßige Sicherung der Weltdatei bleibt trotzdem Pflicht, unabhängig vom verwendeten Speichertyp.



Pal-Anzahl: Wie viele Kreaturen dein Server verkraftet

Jeder Pal, ob wild, gefangen oder auf einer Base arbeitend, wird vom Server simuliert: Pfadfindung, Arbeitszuweisung und Zustand müssen ständig berechnet werden. Eine hohe Pal-Spawnrate in Kombination mit vielen aktiven Basen vervielfacht diese Berechnungen und belastet genau den Single-Core-Thread, der für die Performance entscheidend ist.

Guild-Basen mit maximaler Arbeiterzahl sind besonders kritisch, weil dort viele Pals gleichzeitig Aufgaben ausführen. Wer die Performance stabil halten will, sollte PalSpawnNumRate und BaseCampWorkerMaxNum nicht unüberlegt erhöhen, sondern schrittweise testen.

Faustregeln für die Pal-Last

Bis etwa 10 Spieler mit Standardeinstellungen bleibt die Pal-Last meist unproblematisch. Ab 20 Spielern mit mehreren vollen Gilden-Basen steigt die CPU-Last durch Pal-Simulation deutlich an und wird oft zum limitierenden Faktor, noch bevor der Arbeitsspeicher knapp wird.



Die wichtigsten Werte in der PalWorldSettings.ini

Die Datei PalWorldSettings.ini steuert nahezu jeden Performance-relevanten Parameter der Welt. Sie liegt im Ordner Pal/Saved/Config/WindowsServer/ beziehungsweise LinuxServer/ und lässt sich per WebFTP oder SSH bearbeiten.

ServerPlayerMaxNum=16
CoopPlayerMaxNum=4
PalSpawnNumRate=1.000000
WorkSpeedRate=1.000000
BaseCampWorkerMaxNum=15
BaseCampMaxNum=64
DropItemAliveMaxHours=1.000000
RCONEnabled=True
RCONPort=25575
AdminPassword="DeinSicheresPasswort"
WertAuswirkung auf die Performance
ServerPlayerMaxNumDirekter Einfluss auf RAM-Bedarf und Netzwerklast
PalSpawnNumRateErhöht die Anzahl simulierter Pals in der Welt
BaseCampWorkerMaxNumMehr arbeitende Pals pro Base, mehr CPU-Last
DropItemAliveMaxHoursZu hoch gesetzt, sammeln sich Objekte und belasten die Weltdatei

Nach jeder Änderung muss der Server neu gestartet werden, damit die Werte greifen. Teste Anpassungen einzeln statt mehrere gleichzeitig, sonst lässt sich die Ursache einer Performance-Verschlechterung kaum zurückverfolgen.



Netzwerk, Bandbreite und Schutz vor Angriffen

Neben Hardware und Konfiguration spielt die Netzwerkanbindung eine Rolle, vor allem bei vielen gleichzeitig aktiven Spielern mit häufigen Positionsupdates. Eine stabile Anbindung mit ausreichender Bandbreite verhindert Paketverluste, die sich wie schlechte Server-Performance anfühlen, obwohl CPU und RAM ausreichen.

Ein weiterer Faktor ist Schutz vor volumetrischen Angriffen. Ohne Absicherung kann ein gezielter Angriff die Verbindung kappen, auch wenn Server-Hardware und Konfiguration einwandfrei laufen. Weitere Grundlagen zur Server-Administration findest du im Nexus Games Blog, einen Überblick über verfügbare Spiele-Infrastrukturen liefert die Seite Alle unsere Gameserver.

Für Admins, die Konfigurationsdateien lieber direkt per SSH statt per WebFTP bearbeiten, bietet sich ein separat verwalteter Linux VPS als Arbeitsumgebung für Skripte und automatisierte Backups an.



Fazit

Wer Performance-Probleme lösen will, sollte zuerst den Single-Core-Takt der CPU und den RAM pro Spieler prüfen, bevor er an der PalWorldSettings.ini schraubt. Erhöhe PalSpawnNumRate und BaseCampWorkerMaxNum nur schrittweise und teste jede Änderung einzeln. Die häufigste Fehlerquelle ist zu wenig Arbeitsspeicher bei gleichzeitig hoher Pal-Anzahl.



FAQ

Muss der Server nach einer Anpassung der PalWorldSettings.ini neu gestartet werden?

Ja, Änderungen an der PalWorldSettings.ini werden erst nach einem vollständigen Neustart des Servers aktiv. Ein einfaches Speichern der Datei reicht nicht aus, da die laufende Serverinstanz die Werte nur beim Start einliest. Starte den Prozess über das Panel oder per Befehl neu und prüfe anschließend im Spiel, ob die Änderung greift.

Wirken sich Mods spürbar auf die Performance aus?

Ja, vor allem Mods, die neue Pals, zusätzliche Baumechaniken oder größere Kartenbereiche hinzufügen, erhöhen den RAM-Bedarf und die CPU-Last zusätzlich zu den Basiswerten. Einzelne kleine Mods fallen kaum ins Gewicht, mehrere umfangreiche Mods gleichzeitig können die Tick-Rate jedoch deutlich senken. Teste neue Mods einzeln, um die Auswirkung auf die Performance klar zuordnen zu können.

Wie erkenne ich frühzeitig, dass die Performance sinkt?

Typische Frühwarnzeichen sind verzögerte Pal-Reaktionen, kurze Ruckler beim automatischen Weltspeichern und steigende Ping-Werte trotz stabiler Internetverbindung. Wer Zugriff auf die Serverkonsole hat, kann CPU- und RAM-Auslastung direkt beobachten, etwa über Tools wie htop unter Linux. Ein regelmäßiger Blick auf diese Werte hilft, Engpässe zu erkennen, bevor Spieler sie bemerken.

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